Güte-Siegel für DRK-Mobil

FAHRDIENST - Täglich werden 150 bis 250 Kunden von der Haustür ab zum gewünschten Ziel gebracht. Auch Tagesreisen sind im Angebot.

Der technische Umbau ermöglicht es dem Solinger Safet Serbernica, nun selbst ein DRK-Mobil zu fahren. Ihm fehlt am linken Arm die Hand. Froh ist er, mit diesem Handicap eine Stelle gefunden zu haben. Die gleichnamige gemeinnützige Gesellschaft ist eine Tochter des Solinger DRK. „In dieser Art sind wir bundesweit das erste Integrations-unternehmen“, sagt Geschäftsführer Alex Moll. Das bedeutet, dass wir in allen Arbeitsbereichen, Verwaltung, Begleitung und Fahrdienst auch behinderte Menschen einbeziehen müssen.“

Leiterin Kristina Dörr betont: „Unsere Kunden, ihre Wünsche und Bedürfnisse, aber auch ihre Sicherheit stehen an erster Stelle.“ Deshalb habe man sich auch entschlossen, nicht nur die technische Sicherheit der Fahrzeuge überprüfen zu lassen, wie es das Gesetz vorschreibt, sondern auch freiwillig die Fahrgastsicherheit, die auch von den Fahrern und Begleitern der Wagen abhänge. Immerhin befördert das Unternehmen 150 bis 250 Kunden täglich. 

Das Siegel bekam die Geschäftsführung gestern von Matthias Scharnhölz, Key Account Manger der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung), überreicht. Das Kfz-Sachverständigen-Unternehmen – Dipl.-Ing. Millies GmbH – spendiert den Prüf-Prozess. Dipl.-Ing. Jochen Millies und der Kfz-Meister Peter Millies wollen DRK-Mobil auch weiter unterstützen, beispielsweise einen Sehtest für die Mitarbeiter organisieren. „Auf unserem Gelände in Wuppertal werden wir auch ausreichend Platz für spezielle Fahrtrainings haben“, sagt Jochen Millies. „Und auch das Aufziehen von Schneeketten kann mit uns eingeübt werden.“


Safet Serbernica (links), Fahrer bei DRK-Mobil, freut sich über das Güte-Siegel, das Michael Thaler, Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), in der Hand hält.
Foto: Christian Beier

Rutschfester Bodenbelag und sichere Halterung für Rollstühle

Bei der technischen Überprüfung zur Fahrgastsicherheit ging es beispielsweise um die Beschaffenheit der Sitze, das Rückhaltesystem, ob die Rollstühle auch richtig gesichert sind und ob es im Innenraum scharfe Kanten gibt, an denen sich Kunden verletzen können. „Das Integrationsunternehmen finden wir sehr unterstützenswert“, sagt Jochen Millies. „Es ist ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft.“

DRK-Mobil beschäftigt 40 Mitarbeiter – Teilzeit- und Vollzeit, aber auch Honorarkräfte und Arbeitslose, die wieder integriert werden sollen. Derzeit stehen 12 Fahrzeuge bereit, ein 13. teilt sich DRK-Mobil mit dem Roten Kreuz. „Wir werden das Unternehmen im Herbst erweitern“, betont Alex Moll. „Und wir sind laufend dabei, unsere Angebotspalette auf die Kundenwünsche abzustimmen.“ Mit anderen Trägern der Behindertenhilfe werde eng zusammengearbeitet.

Solinger Tageblatt - Von Susanne Koch