DRK Mobil startet am 1. Januar

INKLUSION - Für neun Menschen mit Handicap wurde eine Stelle im Fahrdienst eingerichtet.

DRK Mobil startet am 1. Januar. Der aus dem Deutschen Roten Kreuz ausgegründete Fahrdienst stellt dafür neun Menschen mit Handicap ein. „Gesellschaftliche Inklusion für behinderte und ältere Menschen bedeutet, dass sie teilhaben und mobil sein können“, erklärt DRK-Geschäftsführer Jan Welzel die Idee für den erweiterten Fahrdienst. „Und Inklusion bedeutet auf der anderen Seite auch, dass Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps geschaffen werden müssen.“

Fünf Jahre lang wird das Projekt von der „Aktion Mensch“ finanziell unterstützt. Bis dahin muss das Unternehmen wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen. Die neun neuen Mitarbeiter wurden 10 Wochen geschult. Die Idee für das Projekt entstand vor zweieinhalb Jahren. Mit Alex Moll, dem Gesellschafter für Rehabilitations- und Integrationsmanagement, hat Jan Welzel einen Partner gefunden, der sich auskennt und die richtigen Weichen gestellt hat. Als Junior-Partner ist er Mit-Gesellschafter der neu gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft DRK Mobil. „Für unsere neuen Kollegen mit Handicap mussten wir an den Arbeitsplätzen die Voraussetzungen schaffen“, erklärt er. „Heute gibt es viele technische Hilfestellungen, die Behinderten erst ermöglichen, am ersten Arbeitsmarkt teilzuhaben.“ Die neun Mitarbeiter, die ab Januar mit ihrer Arbeit beginnen, sind bereits zehn Wochen geschult. „Kaum einer kann sich vorstellen, was ein Mann, der nur einen Arm hat, alles leisten kann.“

Hohe Hygiene-Standards sollen für den Fahrdienst umgesetzt werden

Betriebsleiterin von DRK Mobil wird Kristina Dörr. „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Chemie zwischen unseren Kunden und den Mitarbeitern stimmt, damit sich alle wohlfühlen.“ Außerdem will sie Hygiene-Standards setzen. 

Axel Moll (l.) bringt seine Erfahrung in Integrationsdiensten ein. Kristina Dörr ist die Betriebsleiterin von DRK Mobil. DRK-Geschäftsführer Jan Welzel (r.) freut sich auf das neue Projekt. Foto: Uli Preuss



„Wir befördern Alt und Jung, kranke und gesunde Menschen, da ist es selbstverständlich, dass wir die Wagen regelmäßig desinfizieren.“ Das sei beim DRK Usus im Umgang mit Rettungswagen und Krankentransportern.

Neben Transporten zu Schulen und zur Werkstatt für Behinderte bedient der Fahrdienst des DRK heute auch schon Kindergärten. Und lange schon wird das DRK für Fahrten zum Arzt oder für den Einkauf gebucht. „Das Problem heute ist, dass die Menschen langfristig planen müssen“, sagt Jan Welzel. „Und das soll sich ändern. Wir wollen ermöglichen, dass unsere Kunden kurzfristig unseren Fahrdienst in Anspruch nehmen können.“ Auch Tagesausflüge und Transporte zu Feiern oder in einen Kurzurlaub sollen organisiert werden.

Solinger Tageblatt - Von Susanne Koch